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David Segler Filmbesprechung

 Das tödliche Skript

 

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„Little Miss Sunshine“

 

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"Little Miss Sunshine“

Eine persönliche Filmempfehlung „Little Miss Sunshine“

Von David Segler

Sympathische Chaoten auf großer Fahrt "Little Miss Sunshine"

Veröffentlicht  03.01.2007  

Es ist Weihnachten. Die allgemeine Stimmung ist positiv, viele freuen sich auf das Fest und verbringen die Feiertage in Ruhe mit ihrer Familie. Da kommt es einem schon etwas merkwürdig vor, dass ausgerechnet am Anfang dieser besinnlichen Zeit der Film „Little Miss Sunshine“ in die Kinos kommt. Denn auf den ersten Blick ist bei dieser Komödie nichts von familiärer Harmonie zu erkennen, nichts von besinnlichen Tagen und nichts vom Duft frisch  gebackener Weihnachtsplätzchen. Angebrannte Kekse aus einer fertig Backmischung passen viel eher zu dieser 6-köpfigen Familie, die sich wegen der Kleinsten (gespielt von Abigail Breslin) mit ihrem Oldtimer VW-Bus auf eine 700-Meilen Tour nach Kalifornien begibt um die junge Olive, so ihr Name, auf ihrem Weg zur Schönheitskönigin zu unterstützen.  

An dieser Stelle hat das sonst tadellose Drehbuch von Michael Arndt eine kleine Schwäche denn die Mini-Balerina ist tatsächlich so hässlich, dass man es kaum glauben mag, als man im Film erfährt, dass sie schon bei einigen Schönheitswettbewerben die vorderen Ränge belegt hat. Beim letzten war es sogar der 2. Platz und da die eigentliche Gewinnerin nachträglich disqualifiziert wurde „wegen Diätpillen oder so“ geht’s jetzt zum nächst größeren Laufsteg. Im netten gelben Bus sitzen außer Olive noch die anderen 5 Mitglieder dieser Familie. Einmal die   liebenswerte aber überforderte Mutter Sheryl, die von Toni Collette (zuletzt in „In den Schuhen meiner Schwester“ zu sehen) sehr überzeugend gespielt wird, was allerdings nicht so sehr überraschend ist, denn liebenswerte aber überforderte Mütter sind längst Standart Rollen in den USA. Dank Sheryl ist auch ihr Bruder dabei. Steve Carel liefert eine großartige Leistung als schwuler Depri-Onkel ab, der sich erst gar nicht an diese Familie gewöhnen will und der sich immer wieder kleine Metzchen mit dem Vater von Olive liefert. Auch Greg Kinnear spielt seine Rolle als sympathischer Looser gut, wobei man seinen Part ruhig noch hätte ausbauen können.  

Die größte Überraschung des Films ist aber ohne Zweifel der bis jetzt unbekannte Paul Dano, der einen pubertierenden Rebell spielt. Da dieser sich entschlossen hat, so lange zu schweigen, bis er Jets fliegen darf, ist es im ersten Teil vor allem die Mimik von Dano, die überzeugt. Aber auch sonst ist von dem talentierten Jung-Schauspieler noch viel zu erwarten. Den Cast komplettiert der erfahrene Alan Arkin, auch er macht seine Sache als Heroin Opa gut. Mit dem teilweise aberwitzigen und verrückten Handlungsstrang  will der Film auch klar Kritik üben. Nämlich am völlig überzogenen Schönheitswahn in den USA. Gerade gegen Ende zeigt er herrlich-grausam die arroganten extrem aufgeschminkten kleinen Bulimie-Königinnen, neben denen die natürliche Olive  fast noch schön wirkt. Insgesamt funktioniert das Debüt der beiden Regisseure, die vorher Musikvideos und Werbefilme gemacht haben, sehr gut. Man kann sich trotz der ausgeflippten Charaktere und dem verrückten Handlungsverlauf immer wieder mit den Figuren identifizieren.

 Sehr angenehm fällt auch auf, dass die doch eher gewöhnliche Botschaft, die der Film überbringen will - jeder kann alles schaffen, wenn er nur will und die Familie ist wichtig - gut verpackt ist und nicht aufgezwungen wirkt. Auch die Gags funktionieren   alle wunderbar, bis auf die Pointe am Schluss, wo man leider ein bisschen zu viel wollte. Aber trotzdem wünscht man sich am Ende glatt einen zweiten Teil, wo die Familie wieder einige Hürden nehmen muss. Wie wäre es denn mit dem Weihnachtsfest? Dann vielleicht ja mit frisch gebackenen Plätzchen.  

Titel: Miss Little Sunshine

Länge: 103 min

Regie:Little Miss Sunshine Jonathan Dayton, Valerie Faris

Darsteller: Steve Carell, Toni Collette, Greg Kinnear, Alan Arkin, Abigail Breslin, Paul Franklin Dano

(Filmbesprechung David Segler) Sympathische Chaoten auf großer Fahrt

 

Herausgeber 2007 Copyright Rosehr: Marketing . Ganze oder teilweise anderweitige Veröffentlichung ist nicht gestattet.„Little Miss Sunshine“ Jonathan Dayton, Valerie Faris -

David Segler Filmbesprechung: Little Miss Sunshine 

                           "Little Miss Sunshine“ "Das tödliche Skript"

 

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 "Little Miss Sunshine“ "Das tödliche Skript"

  

 

 

 

 

 

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