Eine persönliche Filmbesprechung „Das tödliche Skript“ Von David Segler
Was wäre, wenn man es schaffen würde, eine Art Audiokommentar in sein Leben
einzubauen. Eine Stimme, welche die eigenen Aktion kommentiert und bewertet.
Vielleicht wäre es auf Dauer ein bisschen nervig, aber sicherlich
interessant. Außer... ja außer. wenn diese Stimme anfängt festzustellen,
dass man eigentlich alles falsch macht. Und dann auch noch so frech ist, zu
behaupten man würde bald sterben. Genau so geht es Harlod Crick, der
Hauptfigur im neuen Film von Marc Forster, der zuletzt für den eher
durchschnittlichen Thriller „Stay“ verantwortlich war. Harlod Crick
(Will Ferrell, in einem Wort –wunderbar-) wacht eines morgens auf und stellt
fest, dass er in seinem eigentlich so einsamen Leben nicht mehr allein ist.
Denn in seinem Kopf spuckt jetzt eine Stimme. Eine Stimme einer Autorin, die
gerade dabei ist, nach zehn Jahren endlich mal wieder einen Roman zu
schreiben, dessen Hauptfigur, viele können es sich jetzt schon denken,
zufällig Harold Crick heißt. Das Problem an der Sache... Die Autorin Karen
Eifel (wunderbar gespielt von Emma Thompson) geht Crick ziemlich auf die
Nerven und die Geschichte. die sie schreibt, so findet Crick bald heraus,
läuft auf ein sehr frühes Ende für den Protagonisten heraus. Das will dieser
natürlich verhindern und so leitet er alles in die Wege. um seinen baldigen
Tod zu verhindern. Um es gleich und direkt zu sagen...der Film ist
wunderbar. Es passt einfach alles. Zach Helms hat mit dem Drehbuch eine
Grundlage geliefert, aus der man nur schwer einen Flop hätte machen können.
Und Marc Forster, der nicht nur durch mittelmäßige Filme wie Stay bekannt
ist, sondern auch schon bei Filmen wie „Monsters ball“ brilliert hat, kann
auch hier überzeugen. Auch der Cast ist genial gewählt und es ist bis jetzt
eindeutig der beste Film von Will Ferrell, der oft als nur
durchschnittlicher Slapstick-Schauspieler verkannt wird. Hinzu kommt Emma
Thompson und einige starke Nebenrollen, wie zum Beispiel Queen Latifahin,
Dustin Hoffman und Maggie Gyllenhaal.
Die Liebesgeschichte, die
anscheinend in keiner guten Komödie fehlen darf, wirkt nicht aufgesetzt und
der Plot, sollte er auch vom Gerüst her nicht völlig neu erfunden sein (man
erinnert sich an „Des Wahnsinns fette Beute“) ist flott und pfiffig erzählt.
Allen Leuten, die den Film wirklich genießen wollen, ist allerdings geraten.
sich vom Trailer fern zu halten, denn dieser stellt den Film viel
oberflächlicher da, als er eigentlich ist und manch einer denkt, es erwarte
ihn ein Gag-Feuerwerk aufgrund dieser skurrilen Story. Doch darauf ist man
hier nicht aus gewesen, vielmehr auf liebevoll gestaltete Figuren und ein,
nettes wenn auch nicht ganz unvorhersehbares Ende. Abschließend kann man nur
sagen: Nichts erzählen lassen und ab ins Kino. David Segler „Little
Miss Sunshine“ „Das tödliche Skript“ Schräger als Fiktion (Stranger than
fiction) Länge: 113 min Regie: Marc Forster Darsteller: Will
Ferrell (Harold Crick), Maggie Gyllenhaal (Ana Pascal), Dustin Hoffman (Dr.
Jules Hilbert), Queen Latifah (Penny Escher), Emma Thompson (Kay Eiffel)
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Filmbesprechung: „Das tödliche Skript“
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